Neurophysiologische Entwicklungsförderung (NDT)

Was ist das?

Die Ursachen für Störungen und Verzögerungen in der kindlichen Entwicklung, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten sowie Hyperaktivität können in einem schwierigen Schwangerschaft-/ Geburtsverlauf liegen oder durch andere Probleme im ersten Lebensjahr entstanden sein.

Bereits vorgeburtlich werden Bewegungsmuster, die Auswirkungen auf die Hirnentwicklung und das Wachstum haben, durch Reflexe gesteuert. Reflexe erweisen sich zudem während des Geburtsvorgangs und innerhalb des ersten Lebensjahres als bedeutsam. Hier ermöglichen sie eine erste Anpassung an die neue, veränderte Lebenssituation.

Mit fortschreitender Hirnreifung und der damit verbundenen Willkürmotorik werden entwicklungsgemäß frühkindliche Reflexe gehemmt, sodass sich Halte- und Stellreaktionen ungehindert ausbilden können. Diese Hemmung der frühkindliche Reflexe und somit die neurophysiologische Entwicklung können durch unterschiedliche Störfaktoren beeinflusst werden.

Hier setzt die neurophysiologische Entwicklungsförderung an, indem sie durch ein spezielles Bewegungsprogramm die Möglichkeit bietet, nicht durchlaufene Bewegungs- und Entwicklungsschritte nachzuholen.

Zunächst wird mit Hilfe eines ausführlichen Fragebogens und eines umfassenden Anamnesegesprächs herausgefunden, ob eine neurophysiologische Entwicklungsstörung / Entwicklungsverzögerung als ursächlich für die benannten Probleme gesehen werden kann.

Ergeben sich ausreichende Anhaltspunkte, erfolgt eine ausgiebige Überprüfung der Motorik, der frühkindlichen Reflexe, der Halte- und Stellreaktionen, der Wahrnehmung und der Lateralität. In einem darauffolgenden Gespräch werden die Testergebnisse den Eltern dargelegt und erläutert. Aufgrund dieser Testergebnisse werden spezifische Bewegungsübungen den Eltern und dem Kind vermittelt, die dann täglich (ca. 5-10 Min.) zu Hause durchgeführt werden.

Nach sechs bis acht Wochen findet eine Wiedervorstellung statt, um die weiteren Bewegungsübungen den sich veränderten Bedingungen anzupassen.

Therapiedauer: ca. eineinhalb bis zwei Jahre.

Weitere Informationen: www.dgne.de